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Mit den Spendenaktionen vom 18. Mai, 25. Mai und 01. Juni 2014 sowie den Konzerten in der Villa Flora wurden insgesamt (abzüglich LKW-Ausgaben, Sonstige Ausgaben, Cultus BH e.V., siehe diesbezüglich Artikel: Spendenaktion) 7.000,- KM (3.590,- EUR) gesammelt. (Währungskurs zu dieser Zeit: 1 EUR = 1.95 KM)

 

Am 26. Juli 2014 waren wir in, von der Flut betroffenen Stadt, Doboj (Bosnien und Herzegowina) und in der befluteten Region um Doboj.

 

Klokotnica – Doboj Ost (hier befand sich eine Familie aus dem Gebiet Brđani, deren Haus komplett zerstört wurde), Pridjel, Šije – Gornje Polje, Kosova, Suho Polje, Ustanićka – Doboj gehörten zu den von uns besuchten Gebieten.

 

Mit Hilfe von Herrn Alen Karić, Herrn Damir Hasanić und Frau Zilha Junuzović (Vorsitzende vom Roten Kreuz Ustanićka – Doboj) haben wir Informationen über die sehr betroffenen Familien und ihren Aufenthalt erhalten.

 

Das eingesammelte Geld in Höhe von 7.000,- KM wurde an 13 Familien wie folgt verteilt:

 

  • BEŠIĆ MEDIHA i REFIK (Klokotnica-Doboj Ost) // 1.000,- KM

  • ALIBAŠIĆ MURADIJA (Pridjel) // 1.000,- KM

  • IBRAHIMOVIĆ IBRAHIM (Šije-Gornje Polje) // 1.000,- KM

  • MUMINOVIĆ MELISA i DINKO (Kosova) // 1.000,- KM

  • JUNUZOVIĆ HAŠA i ZILHA (Ustanićka-Doboj) // 600,- KM

  • SULJIĆ MEHMED (Ustanićka-Doboj) // 300,- KM

  • HASANAMIDŽIĆ EDIN (Ustanićka-Doboj) // 300,- KM

  • BEŠIĆ RAMIZ (Ustanićka-Doboj) // 300,- KM

  • OMEROVIĆ IRFAN (Ustanićka-Doboj) // 300,- KM

  • IBRAHIMOVIĆ REŠAD (Ustanićka-Doboj) // 300,- KM

  • ŠTILIĆ MUHAREM (Suho Polje) // 300,- KM

  • BAČINOVIĆ OMER (Suho Polje) // 300,- KM

  • MAHMUTOVIĆ RAMIZA (Suho Polje) // 300,- KM

 

„Ein Foto sagt mehr als tausend Worte“ – mit Betrachtung der Fotos wird erst dann einem verständlich, weshalb nicht jeder eine gleich hohe Summe erhalten hat.

 

Hierfür ist unter anderem Familie Bešić aus Brđani – Doboj Ost (momentaner Aufenthalt in Klokotnica – Doboj Ost) ein sehr gutes Beispiel, da die Bewohnbarkeit deren Hauses unmöglich ist. Die Familie befindet sich momentan in einem fremden Haus, aber auch nur für einen befristeten Zeitraum. Die Aussichten auf eine bessere Zukunft für diese Familie ist eher unwahrscheinlich, da die Familie keine Geldeinnahmen hat – dies ist auf Arbeitslosigkeit beider Elternteile zurückzuführen. Zu dem ist noch zu erwähnen, dass der Vater mit einer Behinderung geboren ist (Sozialhilfe bzw. Sozialgelder für Menschen mit Behinderung in Bosnien und Herzegowina sind minimal).

 

Familie Ibrahimović aus Šije – Gornje Polje (momentaner Aufenthalt im Haus der Nachbarn, welche sich im Ausland befinden) ist ein weiteres Beispiel, da auch hier die Bewohnbarkeit des Hauses unmöglich ist. Die Nachbarn haben ihr Haus in dem sich Familie Ibrahimović momentan befindet zum Verkauf gestellt. Erfolgt der Verkauf des Hauses, muss die Familie Ibrahimović ausziehen, aber wohin!?

 

Des weiteren gibt es Familien, die zumindest ein Zimmer bis Winter renovieren möchten, die von den jungen Volontären bereits sauber gemacht wurde, welche aus anderen Regionen von Bosnien und Herzegowina zur Hilfe kamen.

 

„Mein Sohn, wir versuchen nur einen Parkettboden bis Winter zu ermöglichen, damit wir nicht auf dem Beton schlafen müssen. Nach dem Winter schauen wir wie es weitergeht“, sagte Frau Mahmutović.

 

Die meisten waren Senioren oder Menschen mit einer Behinderung, die mit einer minimalen Rente oder Sozialeinnahmen um die Kurven kommen müssen.

 

Das einzige junge Paar waren Merima und Dinko, die wir dabei aufgefunden haben, wie sie die übrig gebliebenen Dachziegeln abgetan haben. Das vom Paar neu gekaufte Haus müsste von Grund auf neu gebaut werden. Für den Kauf dieses Hauses hatte Merima einen Kredit in Höhe von 30.000,- KM aufgenommen gehabt, die sie Gott weiß wie abbezahlt hat, bei einem Gehalt von 300,- KM monatlich. Zwei Monate nach Abbezahlung des Kredits wurde das Haus von der Naturkatastrophe zerstört. Wohin jetzt und wie es weitergeht, weiß das junge Paar selbst nicht. „Heute tun wir die Dachziegel ab, morgen auch falls es nicht regnet“, sagte Merima.